Blog #36 „Abschluss“

Blog #36 „Abschluss“

Dezember 29, 2025 Aus Von cscherer

Wohl genährt über die Weihnachtsfeiertage verabreden wir uns am 27.12.2025 für zwei Nächte am kleinen Weiher. Um 9.30 Uhr finde ich mich am Weiher, bei 5 Grad Außentemperatur und Sonnenschein, ein. Ich fange schon mal an aufzubauen, während Marian und Christian erst gegen 11 Uhr dazu stoßen. Die Freude ist riesig, und man freut sich, nach drei Tagen schlemmen, draußen zu sein, und aufs Wasser zu schauen. Wärmesohlen werden aber direkt eingesetzt, schließlich habe ich Marian noch kurz vor knapp einen 10er Pack geordert, der an Heilig Morgen mit Prime ankommt. Die Ruten werden bestückt und ausgefahren, mit dem Futter wird sehr sparsam umgegangen, da die Fische im Wintermodus sind, und Nahrung nur spärlich aufnehmen. Gegen Mittag stößt dann noch Marians Bruder zu uns, einfach nur um eine Nacht zu campen. Er hat reichlich Holz dabei für Lagerfeuer, aber erst einmal wird gut gekocht, nämlich Nudel-Lyonerpfanne mit Käse überbacken. Wohl genährt hocken wir auf unseren Stühlen, und verbringen den Nachmittag mit Pils, guten Gesprächen und Radio Rockantenne. Gegen Abend wird natürlich Pizza geordert, Fischkontakt bis dahin aber Fehlanzeige. Gegen Abend zieht es ordentlich an, -2 Grad werden für die Nacht erwartet. Die Heizungen in den Bussen laufen, und gegen 22.30 Uhr wird sich in den Schlafsack gemümmelt. Um 6 Uhr morgens werde ich vom Bissanzeiger geweckt und stapfe raus in die Kälte. Der Fisch hängt, lässt sich auch recht leicht beiziehen, aber es erfordert einige Rufe bis zumindest Christian mich mal hört, um den Kescher aufzubauen und zu helfen. Der Fisch ist eiskalt, und meine Hände fallen mir fast ab, als wir ein paar kleine Schnappschüsse machen. Danach wird er wieder in sein Element entlassen. Die Rute lasse ich draußen, und verkrieche mich direkt wieder in den Schlafsack.

Als ich gegen 8 Uhr aufstehe sind es -2 Grad, und der Weiher tatsächlich teilweise gefroren. Die Ruten glitzern, Kescher und Abhakmatte sind steif gefroren. Ich wecke die Jungs, und es wird erst mal heißes Wasser für Kaffee und Tee gekocht. Marians und Christians Schnüre sind im Eis gefangen. Nach einem Rest aufgewärmter Pizza gehe auf ich aufs Boot, und drehe ein paar Runden um das teilweise 1-2 cm dicke Eis zu brechen. Den Job übernehmen dann auch noch Marian und Christian bis der Weiher gegen 12 Uhr wieder befischbar ist. Die Sonne erledigt den Rest. Nach dem Ruten auslegen verabschiedet sich Marians Bruder, und wir fangen an zu grillen. Wir sind uns einig darüber, dass wir nur bis zum Abend fischen können, da für die Nacht -6 Grad erwartet werden, und wir dann keine Chance mehr gegen das Eis haben werden. Nachmittags gibt’s noch nen kurzen Mittagsschlaf im warmen Bus, danach wird sich auf den Abend vorbereitet, mit herrlichem Lagerfeuer. Meine Nase läuft, und der Husten wird stärker, aber wir sind ja nicht zum Spaß hier. Abends gibt’s wieder Pizza, heiß und lecker, aber gegen 21.30 Uhr bin ich durch, und hole die Ruten ein. Die Jungs kurz darauf auch, und ich verabschiede mich in den Bus.

Die Nacht ist echt arschkalt trotz Heizung, und am nächsten Morgen ist der Weiher komplett zugefroren. -6 Grad haben es echt in sich, aber wir wollten es ja so. Schnell noch ein heißer Kaffee und dann wird eingepackt. Das war dann die letzte Session der Saison 2025, mit nur einem Abschlussfisch, aber die Saison 2026 steht ja schon vor der Tür. Wir verabschieden uns voneinander, und wünschen uns einen guten Rutsch.

Auch Euch an dieser Stelle alles Gute für 2026! Geht raus und fangt was! In diesem Sinne…